Darf ein Ball mit der Hand geschlagen werden?
Überlegen Sie sich folgende Spielsituation. Ein Spieler wird ausgespielt und kommt mit dem Schläger nicht mehr zum Ball. Er nimmt die Handinnenfläche der anderen Hand zu Hilfe und schlägt den Ball zurück. Gleiches ist denkbar, wenn dem Spieler der Schläger aus der Hand fällt. War dies ein ordnungsgemäßer Rückschlag und wer bekommt den Punkt?
Nach Ziffer 5.7 und 7. 1 der Internationalen Tischtennisregeln A ist dem „Hand“-Spieler kein ordnungsgemäßer Rückschlag gelungen. Hier steht in Ziffer 7.1: „Ein auf- oder zurückgeschlagener Ball muss so geschlagen werden, dass er über die Netzgarnitur oder um sie herum in das gegnerische Spielfeld springt oder es berührt, und zwar entweder direkt oder nach Berühren der Netzgarnitur.“
Ausschlaggebend für die Punktevergabe ist aber vielmehr die Tischtennisregel in Ziffer 5.7. Hier steht, dass „Ein Spieler schlägt den Ball, wenn er ihn im Spiel mit dem in der Hand gehaltenen Schläger oder mit der Schlägerhand unterhalb des Handgelenks berührt.“
Nachdem sich beim Rückschlag kein Schläger in der Spielhand befand, kann der Rückschläger dem Punkt nicht erhalten. Auch kann der Schiedsrichter bei Verlust des Schlägers nicht mehr beurteilen, welche Hand nun die Schlägerhand oder freie Hand sein soll.
Da bleibt für den Tischtennisspieler nur noch folgendes zu üben: Der Wechsel des Schlägers von einer in die andere Hand. Ein Meister dieses Faches war früher Andrzej Grubba, der beidseitig spielen konnte und auch in der Bundesliga ab und an die Schlägerhand wechselte, um dann beidseitig mit Vorhand anzugreifen.