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Archiv für den Begriff: Belagkleber

Umsetzung des Verbots von Tunern und Boostern sowie des Frischklebeverbots (Kleberegelung) durch ITTF und DTTB

Es ist ja hinreichend bekannt, dass das Frischkleben sowie die Verwendung von Tunern und Boostern verboten wurden. Bei den Olympischen Spielen hat das Materialkomitee der ITTF dies nochmals ausdrücklich bekräftigt und fordert die Mitgliedsverbände zur Einhaltung dieser Regelgung auf.

So werden beim DTTB Kontrollen auf schädliche flüchtige Lösungsmittel mit dem von der ITTF anerkannten enez-Testgerät durchgeführt. Neben den Lösungsmitteltests werden auch Messungen der Belagdicke vorgenommen. Dabei dürfen die Beläge maximal 4,0 mm dick sein.

Kontrollen sollen vor den Spielen durchgeführt werden, so dass der Schläger noch einmal gewechselt werden kann, sofern er diese nicht passiert. Kontrollen nach den Spielen gibt es in der Regel nur, wenn konkrete Verdachtsmomente vorliegen. Ein Positivtest würde dann zum Verlust dieses einen Spieles führen. Gleiches gilt bei einem positiven Test vor dem Spiel, wenn der betroffene Spieler sich weigert, den Schläger zu wechseln oder der Ersatzschläger ebenfalls positiv getestet wird.

Grundsätze für die Klebekontrollen:

  • Die Kontrollen werden stichprobenartig durchgeführt.
  • Die Auswahl der zu testenden Schläger nach dem Zufallsprinzip erfolgt durch den Oberschiedsrichter/eingesetzten Kontrolleur.
  • Die Kontrollen finden ausnahmslos im jeweiligen Spielraum (der Box), möglichst vor dem Einspielen, statt.
  • Der betroffene Spieler muss den Test verfolgen.
  • Ein negativ getesteter Schläger bleibt auf dem Spieltisch liegen, damit er nicht ausgewechselt werden kann.
  • Ein positiv getesteter Schläger wird nicht konfisziert, er verbleibt beim Spieler bzw. muss ausgewechselt werden. (Das ist nur einmal möglich; der Reserveschläger wird auch getestet.)

Ist bei einem Mannschaftsspiel kein Kontrolleur anwesend und es wird ein Verstoß gegen die Kleberegelungen feststellt, sollte der Mannschaftsführer einen Protest auf dem Spielberichtsbogen vermerken. Der Spielleiter muss sich dann damit beschäftigen und könnte zu einem der nächsten Spiele einen Kontrolleur entsenden.

Das DTTB-Klebeverbot in umschlossenen Räumen endet am 31.08.2008, da gesundheitsschädliche Kleber zukünftig nicht mehr verwendet werden dürfen. Weiterhin – für viele Spieler nicht nachvollziehbar – ist das Kleben mit Flüssigklebern (ohne schädliche flüchtige Lösungsmittel) ausschließlich in dafür eingerichteten Kleberäumen zulässig. Flüssigkleber dürfen nirgendwo sonst in der Austragungsstätte verwendet werden. Hierzu gehört das gesamte Spielgebäude sowie das Gelände, auf dem das Gebäude steht, einschließlich Eingangsbereich, Parkplatz und ähnliche Einrichtungen!

Wird ein Spieler beim Kleben mit Flüssigklebern (ohne schädliche flüchtige Lösungsmittel) außerhalb des ausgewiesenen Kleberaumes erwischt, so erteilt ihm der Oberschiedsrichter eine förmliche Verwarnung. Im Wiederholungsfall kann der Oberschiedsrichter Disziplinarmaßnahmen anordnen (ITTF-Regel B 3.1.2.12).

Zum Kleben der Beläge sind folgende Punkte zu beachten:

  • Es liegt in der Verantwortlichkeit jedes Spielers zu gewährleisten, dass Schlägerbeläge mit Klebstoffen auf dem Schlägerblatt befestigt werden, die keine schädlichen flüchtigen Lösungsmittel enthalten.
  • Lüften Sie Ihren neuen Belag außerhalb der Plastikumhüllung mindestens 72 Stunden, bevor Sie ihn kleben.
  • Verwenden Sie nur Kleber auf Wasserbasis oder Klebefolien (PSA). Führen Sie nach Möglichkeit stets einen Reserveschläger mit sich.
  • Das Belagmaterial sollte so verwendet werden, wie es von der ITTF genehmigt wurde, d.h. ohne irgendeine physikalische, chemische oder sonstige Behandlung, welche die Spieleigenschaften, Reibung, Aussehen, Farbe, Struktur, Oberfläche usw. verändert
  • Dies bedeutet, dass für Tuner und Booster ein absolutes Verbot besteht. Auch wenn sich in manchen Foren viele Spieler sicher fühlen, dass dies nicht nachgewiesen werden kann, so ist sich die ITTF sicher auch diese Manipulationen mit den Testgeräten der neuesten Generation erkennen zu können. Und zudem: Denken Sie an Ihre Gesundheit!

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Lange Noppen – Klebefolie oder direkt auf das Holz Kleben?

Beim Thema zum Aufbringen langer Noppen auf das Tischtennisholz scheiden sich die Geister. Während die einen auf den leicheten Gebrauch von Klebefolien schwören, so ist diese für andere ein “Lustkiller”, da Ihnen die Rückmeldung zum Holz verloren geht. Da viele Noppen keine Textilunterlage haben, ist das direkte Aufkleben auf das Schlägerholz doch eher mühsam. Ehe man sich versieht kleben OX-Noppen aneinander und der Belag ist schnell zerrissen. Gerade der Insider von TT-Master hat einen sehr dünnen Gummi und neigt zum Reißen. Daher sollte man die richtige Klebetechnik für sich finden. Es empfiehlt sich z.B. nur das Holz mit den neuen Klebern auf Wasserbasis einzustreichen, so dass man die Noppen leichter verkleben kann.

Eine interessante Methode zum Verkleben von langen OX Noppen wird unter YouTube mit dem Titel “Dr. Neubauer Tischtennis Klebetechnik” (Table Tennis – How to Glue the Racket Rubber Long Pimples) vorgestellt:

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Lösungsmittelfreie Belagkleber der Firma Imperial

Stellen die Belagkleber der Firma Imperial eine Lösung für alle Varianten dar? Nach dem Verbot von lösungsmittelhaltigen Klebern gilt es nun neue Alternativen zu finden. Zwischenzeitlich sind etliche lösungsmittelfreie Produkte auf dem Markt. Eine interessante Entwicklung präsentierte dabei die Firma Imperial. Mit einer Belagkleberserie in drei Versionen (TT-25, TT-50 und TT-75) kann Geld und Arbeitsaufwand eingespart werden. Denn die unterschiedlich stark klebenden Produkte brauchen nur einmal aufgetragen werden und sind danach wieder verwendbar.

Lösungsmittelfreie Belagkleber von der Firma Imperial

Der milchig und recht dünnflüssige auf Wasserbasis entwickelte, lösungsmittelfreie Belagkleber wird mit einem Pinsel (befindet sich fest am Schraubverschluss) aufgetragen. Im Vergleich zu den bisherigen Klebern muss man aber eine längere Trocknungszeit (ca. 15-20 Minuten je nach Raumtemperatur) einkalkulieren. Diese kann jedoch mit einem Fön oder Heizstrahler deutlich verkürzt werden. Der Kleber hält dann aber sicher und ermöglicht ein leichtes Abziehen der Beläge. Ohne weitere Säuberung oder erneutes Einpinseln der Beläge können diese dann auch nach mehreren Wochen problemlos auf ein anderes Holz montiert werden.

Imperial unterscheidet die drei unterschiedlich starken Kleber wie folgt:

  • TT-25 – leicht klebend; ideal für OX-Beläge (Beläge wellen sich nicht) und Beläge mit emfindlichen Schwammunterlagen
  • TT-50 – gut klebend; für alle Standardmontagen
  • TT-75 – stark klebend; speziell für versiegelte Hölzer

Zum Schutz der Tischtennis-Hölzer empfiehlt sich natürlich nicht nur beim TT-75 eine Lasur. Denn dadurch werden die Holzporen verschlossen. Dies verhindert das Eindringen von Wasser und Ausreißen von Holzfasern beim Abziehen des Belages.

Will man einen Belag auf verschiedenen Hölzern testen, so reicht das Aufbringen auf dem Belag aus. Will man den Belag nach dem Abziehen in der Regel nicht mehr verwenden, so kann man einen neuen Belag ohne erneuten Klebereinsatz auf das immer noch klebrige Holz leicht fixieren.

Das Abziehen eines Belages sollte langsam erfolgen, um Beschädigungen vorzubeugen. Bei empfindlichen Belägen hilft auch ein vorheriges Anwärmen mit einem Fön.

Die Kleber können im Fachhandel z.B. bei www.schuett-sport.de bezogen werden.

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