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Archiv für den Begriff: Lange Noppen

Spieltechnik mit langen Noppen

NoppenSeit Verbot der glatten langen Noppen hat sich die Spieltechnik mit diesem Material deutlich verändert. Ein einfaches Hinhalten mit gewaltiger Schnittumkehr ist nicht mehr möglich. Der Noppenspieler ist vielmehr gezwungen aktiver zu spielen. Um einen Schnittwechsel herbeizuführen muss nun Unterarm und Handgelenk mehr eingesetzt werden. Aber auch das Angriffsspiel ist mit langen Noppen möglich. Wir gehen hier auf unterschiedliche Fragestellungen zur Technik ein:

Wie erzeuge ich mit langen Noppen Unterschnitt?

Beim Schupfen wird das Schlägerblatt ähnlich wie bei Noppen innen aufgemacht. Mit einem deutlichen Einsatz von Unterarm und Handgelenk erfolgt dann eine Hackbewegung unter dem Ball, so dass die langen Noppen umknicken. Durch das Abknicken der Noppen trifft der Ball auf eine größere Gummifläche des Belags und kann damit mehr Unterschnitt erzeugen. Wird der Ball nicht richtig getroffen, so kommt der Ball hoch und ohne Schnitt zurück und wird zur Beute des Angriffspielers. Diese Technik kann gegen einen Topspin sehr gut eingesetzt werden. Kommt der gegnerische Ball ohne Schnitt an, sollte man sich etwas anderes überlegen.

Wie funktioniert der Schnittwechsel mit langen Noppen?

Wie eingangs schon ausgeführt, genügte früher ein einfaches Hinhalten auf einen ankommenden Topspin-Ball. Schnittwechsel bedeutet aber nichts anderes, als den Schnitt der eigenen Bälle zu variieren. Verteidigt ein Noppenspieler einen Angriffsball in der Verteidigung, so kann er dies mit mit viel Schnitt und einen fast ohne Schnitt tun. Will der Spieler den Return mit viel Unterschnitt spielen, so setzt er Unterarm und Handgelenk ein, so dass der Ball die gewünschte Rotation erhält. Mit optisch gleicher Schlagausführung kann man jedoch mit weniger Handgelenkeinsatz und Veränderung der Schlägerblatthaltung beim Balltreffpunkt einen etwas längeren Ballkontakt auf dem Schlägerblatt “erzwingen”, so dass der Ball durch Reibungsverluste an Rotation verliert.

Wie funktioniert ein Druckschupf?

Ähnlich wie beim normalem Schupf muss beim Druckschupf das Schlägerblatt etwas mehr geschlossen werden. Die Bewegung ist kurz und kommt aus Handgelenk und Unterarm. Der Schläger wird  dabei nach unten und vorne mit einer Hackbewegung geführt. Dadurch kommen Angriffsbälle beim Gegner an. Kennt sich dieser nicht aus und schupft unkontrolliert zurück, so können diese Returns schnell steigen und dem Noppenspieler bieten sich Schuss- und Angriffsmöglichkeiten.

Wie kann ich einen Flatterball erzeugen?

In einem Flatterball ist kein Schnitt (siehe Ausführungen unter Artikel lange Noppen). Physiker haben festgestellt, dass dieser nur bei einem rotationslosen Ball gespielt werden können. Da dies jedoch in der Praxis kaum möglich ist, kommen die Flatterbälle im Spiel wohl eher zufällig zustande. Ein Trainieren dieser Bälle ist jedenfalls nicht vn Erfolg gekrönt.

Was ist ein Aktivblock bzw. Pasivblock?

Der Block kann in unterschiedlichen Varianten gespielt werden.  Durch bloßes Hinhalten erzeugt man einen Passivblock. Hier wird der Ball relativ früh getroffen und man hält den Schläger oft über dem Tisch direkt hinter dem Ballaufsprung nur passiv hin.  Beim passiven Block sollte man den Ball möglichst kurz hinter dem Netz platzieren, da der Gegner ansonsten problemlos weiter angreifen kann.

Beim Aktivblock muss der Noppenspieler jedoch aktiv gegen den Ball spielen. Aktive Blocks gibt es grundsätzlich zwei Varianten. Den Spinblock / Kickblock oder der Durckblock / Pressblock. Beim Spinblock wird mit dem Handgelenk der Ball tangential nach vorne oben getroffen um mit möglichst viel Rotation zu antworten. Alternativ kann man auch mit einer kleinen Unterschnitt-Hackbewegung aktiv gegen den Ball spielen. Die Rotation macht dank des Magnuseffekts viel schnellere Blocks möglich, die ohne die Rotation nicht kommen würden. Beim Druckblock geht man aktiv gegen den Ball und trifft ihn eher frontal.

Auf Topspins mit sehr viel Schnitt ist für viele Noppenspieler ein frontal getroffener harter Block einfacher als ein Spinblock, da der Ballkontakt und damit die Auswirkung der Rotation so begrenzt werden kann. Im Spitzentischtennis verliert aber diese Blockform zunehmend an Bedeutung. Auch Bälle mit starker Rotation versucht man mit Kickblock zu spielen, da so die Rotationsenergie gegen den Gegner gerichtet werden kann. Insofern ist der Spinblock inzwischen das Maß aller Dinge. Dennoch ist es wichtig, dass man die anderen Blocktechniken zumindest im Grundsatz kennt und verschiedene Dinge wie Stopblock und Block mit Sidespin nicht vernachlässigt.

Wie werden Wischer mit langen Noppen gespielt?

Neben den vorgestellten Techniken können mit langen Noppen auch Wischer bzw. kurze Ablagen gespielt werden. Hier wird der Ball seitlich getroffen. Damit sind ungewöhnliche Platzierungen und auch Angriffsbälle möglich. Meist schaut der Gegner ungläubig wie der Ball gespielt wurde, während dieser meist seitlich extrem auf der Vorhandseite “einschlägt” und den Gegner weit aus dem Feld treibt. Ein Meister dieser Technik ist Sebastian Sauer, der es als Spieler von langen Noppen bis in die 2. Bundesliga geschafft hat. Die Bedeutung ist aber etwas geringer als bei den anderen Schlagtechniken, als Überraschungseffekt eingesetzt, jedoch sehr wirksam.

Sind Angriffsbälle mit langen Noppen möglich?

Für viele nicht nachvollziehbar: Ja Angrifsbälle sind möglich! Gerade auf passive Unterschnittbälle des Gegners kann durch eine Topspin-ähnliche Bewegung ein wirkungsvoller Angriffsball gespielt werden. Dieser springt meist flach ab und erfordert für den Return des Gegner einiges an Erfahrung und Beinarbeit. Ein wirkunsvolles Beispiel finden Sie im ersten Video. Aber auch mit Wischern sind zum Beispiel bei der Annahme im Doppel wirkungsvolle Angriffsbälle möglich (siehe Video 2). Diese können aber auch im Spiel am Tisch mit der Rückhand gut eingesetzt werden (siehe Video 3).

Geschichte der langen Noppen

Nähere Informationen zur Geschichte erhalten Sie im Artikel Lange Noppen.

Trainingsvideo Sebastian Sauer vs. Nicole Struse

Blocktechnik / sichere Angriffstechnik

Kurze Ablage / Wischer mit der Vorhand

Seitwischerangriff und ganzer Tisch

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Lange Noppen

Geschichte

Lange Noppen polarisieren die Tischtennisgemeinde. Es gibt Spieler, die wollen (oder können) nicht mehr ohne damit spielen. Andere wollen nicht dagegen spielen. Wieder andere Spieler wissen, was sie tun und lieben es dagegen zu spielen. Doch wie ist dieser Belag eigentlich entstanden?

NoppenDarf man diversen Quellen glauben, sie ist diese Zauberwaffe aus Abfall entstanden. 1959 war Zhang Xieling während einer chinesischen Wirtschaftskrise Spieler und Lagerraum-Verwalter einer Stadtmannschaft in Shanghai. Er spielte damals Penholder-Abwehr mit kurzen Noppen. Sein Belag wurde nicht mehr hergestellt und er suchte gleichwertigen Ersatz. Damals wurden Gummi und Schwamm noch getrennt hergestellt und von den Spielern selbst zusammengeklebt. Ein Belag der Serie Double Happiness #6 wurde von keinem Mannschaftskollegen gespielt und war nach langer Lagerzeit zwischenzeitlich verfallen. Durch kleine Löcher auf der Oberfläche, war dieser Belag als Noppen-innen-Belag nicht mehr brauchbar. Aus der Not geboren klebte er den Belag einfach “verkehrt herum” auf. Somit war die erste Lange-Noppen-Belag geboren. Mit einer Noppenlänge von 1,5 Milimeter waren die Noppen deutlich länger als die handelsüblichen Noppen-außen-Beläge. Zhang Xieling war mit seiner Erfindung sehr zufrieden und brachte viele Angriffsspieler zur Verzweiflung. Er spielte sich damit in die chinesische Nationalmannschaft und gewann dort die Mannschaftsmeisterschaft bei den Weltmeisterschaften 1961 und 1963 sowie Einzel-Bronze im Jahr 1961. Im Jahr 1971 krönte er seine Karriere mit dem Mixed-Titel bei den Weltmeisterschaften, ehe er dann Cheftrainer der Damenmannschaft wurde.

In 50 Jahren seit Erfindung der langen Noppen hat China zahlreiche Weltklassespieler herausgebracht, die mit diesem Material gan unterschiedlich spielten. Zwölf dieser Vertreter haben insgesamt 51 Olympia-, WM- und World-Cup-Titel gewonnen. Heute wird in der Weltspitze aber kaum noch mit langen Noppen gespielt. Ausgestorben ist diese Gattung von Tischtennisspielern nicht. So spielen damit Chen Qing (Penholder-Angriff) und Wu Yang (Shakehand-Abwehr). Auch in den chinesischen Jugend-Nationalteams gibt es weitere Verteitiger. Hinsichtlich des Frischklebe-Verbots hoffen viele Noppenspieler auf eine Renaissance dieser Spielweise. Richtig durchsetzen konnte sich bislang aber noch keiner.

Deutsche Beteiligung

In der Vergangenheit spielten oftmals auch Deutsche eine wichtige Rolle als Spieler, Funktionäre oder sogar Glatte Lange noppen werden verboten – das Ende eine Ära!Belaghersteller. So war Dr. Georg Nicklas der erste Spieler der in der 1. Bundesliga mit langen Noppen spielte. So stellte sich der frühere Antitop-Spieler in Diensten des 1. FC Saarbrücken 1975 auf lange Noppen um. Der heutige Chef des Belagherstellers ESN (Firmensitz in Hofheim, Landkreis Hassberge!) spielte acht erfolgreiche Jahre in der Bundesliga und war durch den Einsatz von gleichfarbigen Belägen und Drehen des Schlägers auch in Sachen Technik sehr innovativ.

Ein weiterer Vertreter in der Bundesliga war Engelbert Hüging. Der langhaarige Bundesligaspieler mit Stirnband drehte seinen Schläger vor dem Aufschlag unter dem Tisch, so dass der Gegner nie wusste, was für ein Aufschlag ihn erwartet. Mit diesen Täuschungsmanövern hatten viele Angriffspieler zu kämpfen. Teilweise bückten sie sich sogar unter den Tisch, um zu erkennen, wie der Ball aufgeschlagen wird. Diese skurillen Begegnungen wollte man auf internationaler Ebene schließlich nicht mehr sehen, so dass auf Vorschlag von Hans Giesecke (damals Vizepräsident des DTTB) seit 01.01.1984 die Beläge deutlich unterscheidbar sein müssen. Dadurch endete eine Ära. Antitopspin-Spieler waren davon jedoch weit mehr betroffen und stürzten in die Bedeutungslosigkeit.

Aber auch die Langnoppen-Spieler waren von der Zwei-Farben-Regelung stark betroffen und spielten fortan weniger erfolgreich. Als dann der Österreicher Toni Hold (Erfinder des Antitopsin-Belages) als Bastler und Tüftler eine Methode zur Behandlung der langen Noppen entwickelte, sorgte er mit seinen glatten langen Noppen für eine kleine Revolution. Zahlreiche Akteure übersprangen etliche Spielklassen und bezwangen Gegner, die ihnen technisch stark überlegen waren. Auch Dr. Neubauer agierte mit den von seinem Unternehmen hergestellten Belägen sehr erfolgreich und gewann mit den glatten langen Noppen reihenweise WM-Titel bei den Senioren.

Zwei weitere Regeländerungen entschärften diese “Waffe” jedoch beträchtlich. So wurde zum 01.07.1999 ein aspect ratio von 1,1 (vorher 1,3) eingeführt. Dies ist das Verhältnis von Länge zu Dicke der Noppen. Damit waren lange dünne Noppen, die ein Abnicken der Noppen und damit einen “Flattereffekt” bewirkten, fortan verboten. Zum 01.07.2008 wurden durch Festlegung eines Mindestreibungswiderstandes dann auch die glatten langen Noppen verboten. Es langt somit nicht mehr aus im Blockspiel am Tisch nur den Schläger hinzuhalten. Viele Noppenspieler müssen seitdem ihre Technik umstellen. Diese Regeländerungen dürften jedoch das Ende einer Erfolgsgeschichte bedeuten.

Physik und lange Noppen

Im Spiel mit langen Noppen gibt es eine Reihe phyikalischer Phänomene zu betrachten, die jedoch einfach erklärbar sind.

Flattereffekt

Glaubt man Physikern, so kann ein Flattereffekt (der Ball wechselt hier mehrfach die Richtung) nur bei einem rotationslosen Ball gespielt werden. Dieser ist in der Praxis jedoch nicht vollziehbar, da der Tischtennisball immer eine kleine Rotation hat. Damit kommt der Anschein eines Flattereffektes wohl daher, dass ein mit einem Langnoppen-Belag gespielter Ball für den Gegenüber in einem ungewohnten Winkel und mit ungewohnter Rotation ankommt. Der Gegenspieler kann den Ball schwer antizipieren und dies verursacht eine Verunsicherung beim Return.

Abknicken der Noppen

Lange NoppenWurde vor Änderung des aspect ratio im Jahr 1999 eine lange dünne Noppe gespielt, so war diese recht instabil. Kam ein Ball mit mittlerem Tempo frontal auf die Noppen an, so knickten diese ab und ergaben einen Drehmoment des Balles zur Seite. Die Geschwindigkeit des Balles wurde dabei in Rotation verwandelt. Der Noppenspieler konnte dies aber nicht kontrollieren, so dass der Ball eher zufällig und wenig vorhersehbar zurückgespielt wurde. Dies erschwerte dem Gegner das Antizipieren des Balles und damit den Return. Je schneller der Ball auf die Noppen gespielt wurde, um so weniger Rotation konnte zurück gespielt werden. Dieser Effekt ergab sich auch bei einem langsamen Ball. In der Verteidigung ergab sich jedoch ein normales Spielverhalten. Der damalige Feint und Curl P1 spielten sich hier weniger gefährlich für den Gegenspieler. Lediglich der Curl P1 Spezial, der durch Nachbehandlunggeglättet war, erzeugte hier mehr Schnitt, da der Ball hier stärker auf den Noppemköpfen durchdrehen konnte und somit mehr Spin vom Gegner zurück brachte.

Glatte lange Noppen

Nach Veränderung der aspect ratio konnten die Noppen nicht mehr abknicken. Dies erforderte eine höhere Spielfertigkeit für den Noppenspieler. Denn er musste bewusst entscheiden, ob er den Ball frontal mit einem Blockball oder in der Verteidigung spielt. Beim Blockball drehte der Ball auf den glatten Noppenköpfen durch und der Gegner bekam seine eigene Topspin-Rotation in fast ungebremster Rotation als Unterschnitt zurück. In der Schnittabwehr wurde der Ball dagegen mit schrägem Winkel gespielt, so dass der Ball mit den Noppenhälsen gespielt wurde. Damit wurde dem Ball eine eigene Rotation verliehen.

Heutige erlaubte Noppen

Bei den heute erlaubten Noppen ist der Reibungsunterschied zwischen Noppenköpfen und Noppenhälsen deutlich vermindert. Beim Blocken bewirkt die höhere Reibung eine stärkere Abbremsung, womit die Schnittumkehrung gemindert wird. Nun versuchen Spieler diesen Effekt mit tischnahen Abstechen mit dem Handgelenk entgegen zu wirken. Damit soll Spin erzeugt und der Ball weniger stark abgebremst werden.

Spieltechnik

Nähere Informationen zur aktuellen Spieltechnik erhalten Sie im Artikel Spieltechnik – Lange Noppen.

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Lange Noppen – Klebefolie oder direkt auf das Holz Kleben?

Beim Thema zum Aufbringen langer Noppen auf das Tischtennisholz scheiden sich die Geister. Während die einen auf den leicheten Gebrauch von Klebefolien schwören, so ist diese für andere ein “Lustkiller”, da Ihnen die Rückmeldung zum Holz verloren geht. Da viele Noppen keine Textilunterlage haben, ist das direkte Aufkleben auf das Schlägerholz doch eher mühsam. Ehe man sich versieht kleben OX-Noppen aneinander und der Belag ist schnell zerrissen. Gerade der Insider von TT-Master hat einen sehr dünnen Gummi und neigt zum Reißen. Daher sollte man die richtige Klebetechnik für sich finden. Es empfiehlt sich z.B. nur das Holz mit den neuen Klebern auf Wasserbasis einzustreichen, so dass man die Noppen leichter verkleben kann.

Eine interessante Methode zum Verkleben von langen OX Noppen wird unter YouTube mit dem Titel “Dr. Neubauer Tischtennis Klebetechnik” (Table Tennis – How to Glue the Racket Rubber Long Pimples) vorgestellt:

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Ein Nachfolgebelag für die glatte lange Noppe – Insider von TT-Master?

Der Insider von TT-Master dürfte nach dem Verbot der glatten langen Noppen für viele Spieler die beste Wahl sein. Gerade die Umstellung von Dr. Neubauers Super Block geht überraschend ohne Probleme von statten.

Gerade beim Blockspiel kann mit dem Insider durch ein „Abstechen von oben“ auch Schnittumkehr erzeugt werden, so dass ein Nachziehen kaum möglich ist. Aber auch mit dem Hinhalteblock sind erstaunlich kurze Returns möglich. Die Platzierung der Rückschläge kann mit diesem Belag sehr gut bestimmt werden.
Das klassische Flattern der Bälle darf jedoch nicht mehr erwartet werden. Dafür springt der Ball recht flach ab, so dass der Rückschlag deutlich erschwert wird.

Gerade das Offensivspiel wurde von Spielern mit glatten langen Noppen meist vernachlässigt. Mit dem Insider von TT-Master ergeben sich nun erstaunliche Möglichkeiten. Neben den „Noppspins“ sind gerade auf leere Bälle oder Unterschnittbälle offene Konterschläge sehr gut zu spielen. Mit einer kurzen schnellen Konterbewegung kommen die Bälle ziemlich schnell beim Gegner an und springen ultraflach ab. Richtig platziert wird damit der ein oder andere Angriffsspieler sich schnell in der Verteidigung wiederfinden. :-)

Derjenige der etwas offensiver mit seiner langen Noppe spielen will, ist auch mit dem Swing Back IF von TT-Master sehr gut bedient. Dies geht natürlich etwas zu Lasten der Kontrollmöglichkeiten beim Blockspiel. Aber hier sollte der “offensive” Noppenspieler einfach mal testen, welches Spiel er mit den beiden Belägen am besten aufziehen kann.

Das einzige Problem mit dem Belag sind jedoch aktuell die langen Lieferzeiten. Denn der kleine Hersteller kommt aktuell nicht mehr mit der Produktion nach.

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Lehrgang für Noppenspieler mit Sebastian Sauer – Spieler der 2. Bundesliga 2008

22.08.2008 18:00bis24.08.2008 10:00

Achtung neuer Lehrgangstermin für Noppenspielerlehrgang!

Tischtennisspieler des Landkreises Bamberg planen Sebastian Sauer (spielt lange Noppen in der 2. Bundesliga) zu einem Noppenlehrgang einzuladen. Der Lehrgang befindet sich derzeit noch in der Vorbereitungsphase, kann nur bei genügend Interesse stattfinden und konkretisiert sich weiter. Als Lehrgangstermin wurde der 22.08.-24.08.2008 ins Auge gefasst. Aktuell haben aus dem Tischtenniskreis Bamberg ca. 6-8 Teilnehmer ihre Teilnahme zugesagt. Noch ca. 8 Plätze sind aktuell frei.

Unter www.noppen-lehrgang.de finden sich detaillierte Infos zum Trainer und auch Videos zum Spiel mit langen Noppen.

Oberste Priorität der Tischtennis-Schule für Noppenspieler ist es, alle Lehrgangsteilnehmer so zufrieden zu stellen, dass sie die Kurse bedenkenlos weiterempfehlen und jederzeit gerne wiederkommen. Um dies zu erreichen, wird folgendes angeboten:

  • hohe Motivation unseres engagierten Trainerteams, damit sie garantiert Fortschritte machen
  • kein Massenbetrieb, sondern Gruppenstärken, die individuelles Training ermöglichen
  • auf ihr Spielsystem bezogenes, maßgeschneidertes Training
  • intensives, integriertes Balleimertraining ohne zusätzliche Kosten

Die Kommentare von Teilnehmern seiner Kurse reichen von “Ein Muss für jeden Noppenspieler”, “jederzeit wieder” bis “Wunderbare Betreuung. Der beste Lehrgang, den ich je besucht habe”. (Nachzulesen unter anderem unter www.noppen-test.de und www.tt-focus.de)

Näheres zum Training

  • Lehrgangstermin: von Freitag, 22.08. bis Sonntag, 24.8.2008 unter Leitung Sebastian Sauer, ein weiterer Trainer nimmt teil
  • Lehrgangsort: Strullendorf bei Bamberg, Hauptsmoorhalle
  • angestrebte Teilnehmerzahl: 16 Personen
  • Kosten pro Teilnehmer: 110 Euro; Überweisung der einzelnen Teilnehmer vorab an Sebastian Sauer

Anmeldungen / Interessensbekundungen zur Teilnahme

Interessenten können sich beim Kreisvorsitzenden Bernhard Süppel anmelden.

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Ein Nachfolgebelag für die glatte lange Noppe – Palio CK 531A?

Zum 01.07.2008 sind folgende glatte lange Noppenbeläge nicht mehr erlaubt:

  • Andro (Clou, Krypto)
  • Dawei (388B)
  • Donic (Alligator, Alligator Soft, Piranja FD)
  • Dr. Neubauer (Boomerang, Inferno, Monster, Roulette, Scalpel, Super Block, The Wall)
  • Friendship (R.I.T.C. 755 Faster)
  • Hallmark (Friction Special, Super Special, Super Special Extra)
  • Imperial (Defender, Magic Swing)
  • Joola (Fakir)
  • Proma (Diabolic)
  • Socko (STR-GEE)
  • Tibhar (Grass Devil)
  • Toni Hold (Virus II)
  • TSP (Bamboo Curl P-1, Curl-Cactus, Curl-Combi)
  • TT-Master (R-Flex, Swing Back I, Swing Back Sepecial)

Bei der Suche nach einem Nachfolgebelag für die glatten langen Noppen von Dr. Neubauer und Co. haben schon viele Spieler ausgiebig getestet. Unter Noppentest.de finden sich hierzu zahlreiche Beiträge im Forum. Dabei scheinen sich für die Blockspieler am Tisch aktuell der Palio CK 531A sowie Insider oder Swing Back IF von TT-Master als beste Wahl herauszukristallisieren.

Zum Palio CK 531A ist zu beachten, dass es diesen in einer unbehandelten und offiziell zugelassenen “yellow version” (gelbe Verpackung) gibt. Die über nicht offizielle Vertriebswege erhältliche nachbehandelte “blue version” (siehe Ausführungen unter Kommentar 2) ist nicht zugelassen! Natürlich kann die Verpackungsfarbe bei einem bereits aufgeklebten Belag nicht mehr ermittelt werden. Erkennbar ist die wohl nachbehandelte “blue version” an den stark glänzenden Noppenköpfen, die wesentlich härter als normale Langnoppen sind und ein kratzendes Geräusch erzeugen, wenn man mit der Hand darüber streicht. Natürlich kann auch die “yellow version” nachbehandelt werden. Beim Kauf ist daher auf eine nicht geöffnete Verpackung zu achten.

Für das Blockspiel gegen Topspin dürfte aber der Insider von TT-Master für die kommende Saison die beste Wahl sein! Denn hier springt der Blockball deutlich kürzer wie beim Palio CK 531A zurück. Damit sind die gegnerischen Angriffsschläge deutlich besser beherrschbar! einen weiteren Erfahrungsbericht lesen Sie bitte hierzu in folgendem Artikel zum Belag Insider von TT-Master.

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Glatte lange Noppen werden verboten – das Ende einer Ära!

Ab dem 1. Juli 2008 dürfen glatte lange Noppen nicht mehr eingesetzt werden. Beläge mit Noppen außen müssen dann einen festgelegten Reibungswiderstand aufweisen. Was wird nun aus all den Noppenspezialisten?

Glatte Lange noppen werden verboten – das Ende eine Ära!

Das Verbot der glatten langen Noppen spaltet Tischtennis-Deutschland. Während sich viele Angriffsspieler freuen, sehen sich die Noppenspieler einer wirksamen “Wunderwaffe” beraubt. Fakt ist, dass ab 01.07.2008 nur noch Noppenbeläge zugelassen sind, die einen Mindestreibungswiderstand von mehr als 25 Mikronewton (Maßeinheit für den Reibungswiderstand) aufweisen.

Doch wie kann dieser festgestellt werden? Und gibt es Tolleranzgrenzen?

So soll es ein Gerät (Gerätname: friction indicator) geben, mit dem dies möglich sein soll. Hier sind vier verschiedene Belagmuster aufgeklebt. Man muss also einen Ball über die Muster rollen und das Ergebnis mit dem zu kontrollierenden Noppenbelag vergleichen. Beim friction indicator liegen dem Tester ein unstrittig zulässiger bzw. zu glatter Noppenbelag vor. Man kann zusätzlich noch auf einen Belag zugreifen, der gerade noch zulässig ist, während ein weiterer im Grenzbereich liegt. Ob dies der Stein der Weisen ist wird sich weisen. Sicherlich wird dieses Gerät helfen Spieler zu überführen, die nach dem Verbot der glatten langen Noppen ihre neuen Beläge “selbst nachbehandeln”. Doch welcher Verein wird so ein Gerät anschaffen? Auch ist noch unklar wie in Deutschland Kontrollen durchgeführt werden. Hier wartet der DTTB noch auf eine offizielle Vorgehensweise der ITTF und überlegt auch selbst, was man gegen die Nachbehandlung von Belägen unternehmen kann.

Sichtweise von Dr. Neubauer – Guru für die Noppenspezialisten

Diejenigen, die ihrer “Wunderwaffe” beraubt wurden, haben jedenfalls einen langen Sommer mit vielen Materialtests vor sich. Der Noppen-Guru Dr. Neubauer wird ab April vier neue Beläge auf dem Markt bringen, die das Verbot kompensieren sollen. Jedoch wird die extreme Schnittumkehr nicht mehr wie vorher möglich sein. Mit dem Gorilla und Grizzly gibt es zwei Anti-Spin-Beläge, die eine Spinumkehr beim Block haben sollen. Jedoch sind beide Beläge deutlich schneller und verlangen eine Umstellung der Spieltechnik (mehr Handgelenkseinsatz). Daneben wird es zwei griffige Noppen des Noppenspezialisten geben, die jedoch für die Gegner vermutlich leichter zu spielen sind.

Durch die Entscheidung der ITTF wurde die Existenz der Firma Dr. Neubauer deutlich beeinträchtigt. Der Noppenpapst entwickelte jedoch genügend Ehrgeiz, um seine Firma mit neuen Produkten am Leben zu halten. Viele Spieler, die überlegt haben mit dem Tischtennis-Sport aufzuhören, werden nun vermutlich doch weiterspielen.

Vorbild Schweiz?

Doch wie soll gerade in den der mittleren und unteren Spielklassen der Spielbetrieb kontrolliert werden? Denn hier sind keine geprüften Schiedsrichter im Einsatz! Doch welche Handhabe hat man, wenn man den Verdacht hat, dass ein Belag nachbehandelt wurde? Ein Protest im Spielberichtsbogen dürfte vermutlich nur eine Ermahnung durch den Spielleiter nach sich ziehen.

Hier könnte ein Blick in die Schweiz ggf. helfen! Hat man dort den Verdacht, dass der Gegenspieler mit unzulässigen Material spielt, so wird dies an den Spielleiter gemeldet. Bei zwei Meldungen schickt dann der Verband einen Kontrolleur zum nächsten Spiel vorbei.

Doch auch diese Regelung hat klare Nachteile! So werden die “schwarzen Schafe” sich ganz einfach zwei Schläger anschaffen. Kommt der Kontrolleur, so bekommt er einfach den erlaubten Schläger. Und beim nächsten Verbandsspiel könnte das Spielchen dann wieder von vorne beginnen? Auch die Forderung nach mehr Schiedsrichtern, die auch bis in die unterste Liga Spiele leiten wird wohl eher ein Wunschtraum bleiben?

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