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Tischtennis Ranking

Archiv für den Begriff: Tuner

Tischtennis Belagkontrolle mit Kontrollgerät MiniRAE-Lite

Während der DTTB noch auf die enez-Box setzt, so hat dir ITTF nun einen einen Grenzwert für die Verdunstung von VOC‘s (flüchtigen organischen Verbindungen) festgelegt und setzt bei der Belagkontrolle im Tischtennis nun auf das Kontrollgerät MiniRAE-Lite. So konnten durch die enez-Box die durch das Frischkleben hervorgerufenen gesundheitsschädlichen VOC’s weitestgehend aus unserem Sport verbannt werden. Doch Tischtennis wäre nicht Tischtennis, wenn nicht findige Spieler und Materialentwickler Umgehungslösungen gefunden hätten.

So hielt nach dem Frischklebeverbot eine neue Generation von Tischtennisbelag-Beschleunigern Einzug. Zunächst noch geduldet, waren es die anfangs verkauften Tuner und Booster. Nach deren Verbot hielten Lampenöl und Grillanzünder Einzug in den Chemiebaukasten eines Tischtennisspielers. Aber auch Öle und andere beschleunigende Mittel verschafften den früheren Frischklebern wieder zu mehr Tempo und Spin. Nachdem diese Mittel mit dem enez-Gerät nicht nachweisbar waren, versuchte man diese neuen eigentlich unerwünschten Auswüchse durch das Messen der Belagdicke einzudämmen. Während sich die Spitzensportler wohl durch häufiges Testen an die maximale Belagdicke herangetunt hatten, so ist im Amateursport durch den Mangel an Kontrollen das Tor zur Manipulation weit geöffnet.

MiniRAE Lite - Messung am Tischtennisschläger - Foto von ittf.com

Foto von ittf.com

Dies merkte die ITTF und hat nun durch das neue Kontrollgerät MiniRAE-Lite für Abhilfe gesorgt. Mit diesem Gerät ist es nun möglich einen von der ITTF selbst benannten Grenzwert von 4 ppm zu kontrollieren. Dieser Grenzwert soll im Jahr 2010 auf 3 ppm und im Jahr 2012 auf 2 ppm gesenkt werden. Spannend dürfte sein, ob hier die Belaghersteller mithalten können. Denn bislang klebten diese aus Mangel an bisherigen Alternativen ihre Beläge mit VOC-haltigen Klebern auf die Schwämme. Es wurde daher empfohlen den Belag schon vor dem Aufkleben auf das Holz gründlich auslüften zu lassen. Doch kann man damit die zukünftigen Grenzwerte überhaupt noch einhalten?

Grenzwert von 4 ppm und Handhabung des MiniRAE-Lite

Was bedeutet aber eigentlich der Grenzwert von 4 ppm? Der Begriff ppm steht für “parts per million”. Mit dem Grenzwert wurden also 4 “Teile” pro Million festgelegt, mit dem die Konzentration bzw. Stoffmengenanteil von VOC’s bestimmt werden. Das Gerät kann also keine giftigen Stoffe ermitteln. Messtechniker werden jetzt schnell feststellen, dass die Messung wenig aussagekräftig ist, da die Messung vom Messvolumen, der gemessenen Zeit und Temperatur abhängig ist. Um vergleichbare Messungen zu haben, gilt es also diese Parameter festzulegen.

Die Handhabung des Geräts ist für den Schiedsrichter denkbar einfach. Zunächst wird mit dem Gerät die VOC-Belastung der Umgebung gemessen. Dann wird eine runde Metallkappe, die mit zwei Schläuchen mit dem Messgerät verbunden ist, für 20 Sekunden auf den Belag gelegt. Die Differenz der beiden gemessenen Werde ergibt dann den Messwert. Das MiniRAE-Lite ist ein “Foto-Ionisationsgasdetektor”. Dabei spaltet die Energie einer UV-Lampe Elektronen aus flüchtigen organischen Molekülen (Ionisation), bestimmt die Anzahl mit einer Genauigkeit von 10% und rechnet diese  in den ppm-Wert um. Bereits nach drei Sekunden liefert dieses Gerät einen verlässlichen Wert. Nach 20 Sekunden ist dieser als durchaus stabil zu bezeichnen.

MiniRAE-Lite - Foto von RAE Systems

Foto von raesystems.de

Doch ist der Grenzwert von 4 ppm sowie die folgenden Grenzwertverschärfungen ausreichend für unseren Sport? Können damit tatsächlich Belag-Manipulationen eindeutig nachgewiesen werden? Hersteller sind der Auffassung, dass man für das Aufkleben der Beläge auf den Schwamm auf gesundheitsschädliche VOC-Haltige Kleber angewiesen ist und ein Grenzwert von 0 ppm nie erreicht werden könne. Herkömmliche Beläge – ohne eingebauten Frischklebeeffekt – weisen nach einem Tag Auslüften – jedoch nur noch einen Wert von 0,5 ppm auf. Und auch Experten meinen, dass man mit einem Wert von 0,2 ppm durchaus einen Tuningeffekt erreichen könne. Ist also dieser neue Grenzwert schon wieder ein “Papiertiger”?

Misst man mit dem neuen Messgerät z.B. die Ausdünstungen eines Filzstiftes oder einer Tankstelle, so kommen schnell einige 100 ppm zusammen. Kann man bei einem Wert von 4 ppm überhaupt noch von Gesundheitsschädigung für den Sportler sprechen?

Herstellerangaben

Der MiniRAE Lite ist das zuverlässigste tragbare Überwachungsgerät für flüchtige organische Verbindungen (VOC) auf dem Markt. Der breite Messbereich des Photoionisationsdetektors (PID) von 0 bis 5.000 ppm macht ihn zum idealen Messgerät für verschiedenste Einsatzbereiche, vom Umweltschutz bis hin zum Bauwesen.

Mit dem Gerät können immerhin 95% aller flüchtigen organischen Verbindungen gemessen werden! Allerdings kann das Gerät nur einen Summenangabe liefern. Welcher Stoff und in welcher Konzentration genau vorliegt kann nicht ermittelt werden.

Belaghersteller und Genehmigungsverfahren

Mit dem ersten Einsatz dieses Gerätes wurden nun aber auch schon Beläge aus dem Verkehr gezogen, die trotz glaubhafter Versicherung der Spieler und gutem Auslüften der Beläge den Grenzwert von 4 ppm überschritten haben. Dies lässt vermuten, dass die Belaghersteller bei der Produktion neben den VOC-haltigen Klebern auch Tuner, etc. einsetzten. Denn wie sollte es sonst möglich sein, dass Beläge neuester Generation immer schneller werden? Bislang wurde von der ITTF nur der Obergummi des Belags zugelassen. In Anbetracht des neuen Messverfahrens macht es nun aber durchaus Sinn die Kombination des Obergummis zusammen mit dem Schwamm zu kontrollieren. Überschreitet dieser die Grenzwerte, so ist er nicht mehr zugelassen. Dies nimmt die Verantwortung von den Sportlern, die gutgläubig Beläge kaufen, ohne zu wissen, ob sie damit gegen die Tischtennis-Regeln verstoßen.

Ein Weg in die richtige Richtung?

Auch wenn mit diesem neuen Messgerät weiterhin Fragen offen bleiben, so könnte es durchaus ein wichtiger Schritt für einen sauberen Tischtennissport sein. Vermutlich aber nicht der letzte, da es ja findige Spieler und Entwickler gibt, die das System wieder austricksen werden.

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Frischkleber kaufen

Immer wieder kommen Besucher dieser Webseite mit dem Suchbegriff Frischkleber kaufen auf diese Webseite. Grund hierfür dürfte wohl sein, dass zum Frischklebeverbot einige Artikel erstellt wurden:

Dieses Verbot wurde von den Tischtennishändlern in der Regel zeitnah umgesetzt. Restbestände wurden gegen Ende der damaligen Saison meist nur mit Hinweis auf die neuen Tischtennisregeln und die Fristen der Regelumstellung verkauft.  Die Belaghersteller haben intensiv nach Möglichkeiten gesucht, um mit schnelleren Schwämmen und Belägen das Spiel wieder schneller zu machen. Dabei wurden diverse Neuentwicklungen mit eingebauten Frischklebeeffekt von den Händlern vorgestellt. Und schaut man sich die Belagtabellen der Tischtenniskataloge an, so hat sich in Sachen Tempo einiges getan! Vermutlich dürften die Tischtennishändler nun in der Menge etwas weniger Umsatz machen, da man ja z.B. seinen Tensorbelag nicht so oft wie seinen Frischklebebelag austauschen muss. Doch direkt nach der Umsetzung des Frischklebeverbots haben viele Spieler sehr viel Geld ausgegeben, um den für sie richtigen Nachfolgebelag zu finden.

Doch stöbert man etwas in einem einschlägigen Tischtennisforum, so stolpert man über folgende Forenbeiträge:

Frischkleber Google-SucheTrägt man bei Google den Begriff Frischklebe ein, so bekommt man an oberster Stelle gleich den Begriff Frischkleber kaufen angeboten. An Position drei kommt dann schon der Begriff Frischleber.  Diese Begriffe würden dort nicht auftauchen, wenn sich niemand dafür interessieren würde. Also scheint es immer noch eine hohe Dunkelziffer an Spielern zu geben, die weiterhin Frischkleben. Und solange die Gefahr erwischt zu werden relativ gering ist und man im Bedarfsfall noch ohne weitere Sanktionen einen Ersatzschläger nehmen kann, wird dies wohl auch weiterhin praktiziert.

Fischkleber kaufen – Google Shopping-ErgebnnisseSieht man sich die Google-Ergebnisse mit dem Begriff Frischkleber kaufen näher an, so springen einen die Shopping-Ergebnisse geradezu ins Auge. Sucht man nun in der Google-Produktsuche der Begriff Frischleber so werden einem Leser Produkte wie Imperial Spinny, Vulcan Champion Repeat, Amsir Titan Tuner Perfect 30, TSP Victoria-Klebstoff, TAP Belagkleber sowie ein TSP Tuningset zum Kauf angeboten. Schon fast lustig (wenn es nicht ernst wäre) ist der Verkaufshinweis zum TAP Belagkleber:

“ACHTUNG: Dieser Kleber darf ausschließlich als Montagekleber verwendet werden. Aufgrund der enthaltenen Lösungsmittel empfehlen wir das Kleben nur in einem ausreichend gelüfteten Raum oder im Freien. Nach Montage sollte der Schläger für mindestens zwei – drei Tage auslüften, damit es bei einem Test auf Lösungsmittel im Wettkampf nicht zu Disqualifikation kommt.”

Frischkleber kaufen

Sind dies alles nur Restbestände? Haben sich da einige Händler groß ein gedeckt, um nach dem Frischklebeverbot ein dickes Geschäft zu machen? So flatterte mir kürzlich ein Flyer eines Tischtennis-Spezialversandes ins Haus,  bei dem mit dem Imperial Spinny Top Frischkleber sowie Imperial Belagkleber (siehe Bild) zwei VOC-haltige Kleber beworben wurden. Besucht man die Webseite dieses Händlers, so werden beide Kleber noch ganz normal im Sortiment angeboten. Während die 250 ml Pinseldose des Imperial Belagkleber im Flyer für 7,90 € angeboten wird, so konnte ich diese heute im Internetangebot des Händlers mit 3,00 € finden. Mit Schnäppchen anlocken sieht doch wohl anders aus ;-) .  Und der Spinny Top war gar nur über die Suche dieser Webseite zu finden, ist aber ganz normal zu beziehen.

Aber auch bei ebay und Yatego sind Frischkleber noch weiterhin zu erhalten. Dies scheint dort auch weiterhin für Umsatz zu sorgen.

Sieht man sich die o.g. Forenbeiträge etwas näher an, dass es wohl auch einen Trend zur “alternativen Umgehung” des Klebeverbots mit Tuning gibt. So ist das Tuning mit Paraffin und Grillanzünder sowie Mandelöl und Olivenöl eine billige Sache und die Tuningergebnisse scheinen auch gut zu sein. Zudem ist diese illegale Machenschaft durch Enez und Co. nicht nachweisbar.

Der Tischtennisverband dürfte kaum Chancen haben diese Entwicklungen zu bremsen. Im Spitzensport ist dies in Sachen Frischkleben gelungen. Beim Tuning der Beläge tut man sich aber auch dort sehr schwer und behilft sich mit der Messung der maximalen Schlägerdicke (siehe Materialkontrolle bei der Tischtennis-WM 2009 in Yokohama). Dagegen wird in unteren Ligen wohl weiter geklebt. Und einige Spieler sind zum Tunen mit Produkten übergegangen, die auch der Verband und ITTF nicht verbieten können. Denn Oliven- und Mandelöl oder Grillanzünder wird es auch in Zukunft in reichlicher Menge geben.

Soll man nun wieder alles – auch die glatten langen Noppen – wieder erlauben? Lasst euren Gedanken freien Lauf und nutzt die Kommentarfunktion.

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Tischtennis Stadtmeisterschaften in Kitzingen 2009

3.10.2009

Ausschreibung un Einladung  für die 26. Kitzinger Tischtennis Stadtmeisterschaft

Veranstalter: TV Etwashausen – Tischtennis

Leitung: Harald Broller, Bernhard Günzel, Oliver Sponsel, Doris Orth, Christian Röder und weitere Mitglieder des TV Etwashausen…
OSR/Schiedsgericht: Georg Lutz / Manfred Gernert, Martin Günzel , Helmut Philipp
Austragungsort: Florian-Geyer-Halle, Repperndorfer Str. 7, 97318 Kitzingen
Tische: 16 Tische Gewo, Joola grün
Bälle: Joola***, weiß

Turnier- & Leistungsklassen:

Damen: S/A-, B-, C-Klasse
Herren: S/A-, B-, C-, D-Klasse
Austragungsmodus:
Einzel: KO-System mit vorgeschalteter Qualifikationsrunde;
Doppel: einfaches KO-System
Gewinnsätze: 3 im Doppel und Einzel

Startberechtigung:
S/A, B, C und D-Klasse offen für Bayern (BTTV) sowie geladene Gäste in allen Klassen (bitte Einstufung beim BTTV anfordern)
Bitte fragt im Verein nach der aktuellen Einstufung. Jugendliche benötigen einen Einstufungsnachweis.

Zeitplan: Turniertag am Samstag, 03.10.2009
09.00 Uhr: Herren D
10.00 Uhr: Herren C
12.00 Uhr: Herren B
14.30 Uhr: Herren S/A
15.00 Uhr: Damen S/A, B, C

Meldungen an: Birgit & Martin Günzel, Panoramaweg 7, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/8240 Fax. 09321/921088, Email: tv.etwashausen@yahoo.de, Homepage: http://tv-etwashausen.jimdo.com
Meldeschluss: Freitag, 02.10.2009, 20.00 Uhr
Nachmeldungen sind möglich

Auslosungstag & -ort: Florian-Geyer-Halle, vor Klassenbeginn

Startgebühr: 6,- € bei Voranmeldung; Nachmeldung bis 1 Std. vor Klassenbeginn 8,- €

Urkunden & Preise:
Urkunden erhalten die Plätze 1 – 4 im Einzel & 1 – 2 im Doppel
Preise: Einzel: 1. Platz – Wanderpokal (Herren A) … sowie
Herren A: 1. Platz € 200, 2. Platz € 100; 3/4. Platz € 50
Herren B: 1. Platz € 100, 2. Platz € 50
Herren C: 1. Platz € 50, 2. Platz € 25
Herren D: 1. Platz € 25
…desweiteren wertvolle Sachpreise in jeder Klasse !!!

Für Getränke und Imbiss ist in der Halle gesorgt, für Garderobe, Wertgegenstände und Unfälle wird keine Haftung übernommen.

Der TV Etwashausen wünscht allen Teilnehmern eine gute
Anreise, viel Glück und Erfolg!
Martin Günzel, Abteilungsleiter

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Materialkontrolle bei der Tischtennis-WM 2009 in Yokohama

Oft ist von der Materialkontrolle im Tischtennis die Rede. Doch zu diesem Thema ist meist wenig zu erfahren. Doch wie wird bei der Tischtennis-WM 2009 in Yokhoma die Materialkontrolle eigentlich durchgeführt? Hierzu gibt es eine eigene Materialprüfungskommission, die international besetzt ist. Kontrolliert werden hier:

Test von Lösungsmittel-Einsatz

Messung von Lösungsmitteln bei der Tischtennis-WMDen meisten Tischtennisfans und Spielern dürfte wohl bekannt sein, dass der Einsatz von Lösungsmitteln nicht mehr erlaubt ist und daher kontrolliert wird. Hiermit will man die Einhaltung des Frischklebeverbots kontrollieren. Mit dem enez-Testgerät werden hier die Lösungsmittelausdünstungen gemessen. Auch wenn es zu den Testergebnissen unterschiedliche Auffassungen gibt, so hat dieses Gerät zumindest im Profibereich viele Spitzensportler vom Frischkleben abgehalten.

Test von Belaghöhe

Messung von Belaghöhe bei der Tischtennis-WMAuch das Messen der Belaghöhe dürfte vielen bekannt sein. Nachdem das Frischkleben im Profibereich recht leicht nachgewiesen werden kann, hatten viele Sportler überlegt wie man den Schläger trotzdem, ohne erwischt zu werden, tunen kann. Dabei haben sich sogenannter Tuner und Booster als hilfreich erwiesen. Einmal aufgetragen haben diese in der Regel einen ähnlichen, meist länger anhaltenden, Effekt auf das Spielverhalten des Tischtennisschlägers. Da diese Materialien einen sehr geringen Lösungsmitteleinsatz haben, sind diese mit dem enez-Testgerät nicht nachweisbar. Allerdings quellen die Tuner und Booster den Belag und Schwamm auf, so dass bei maximaler Schwammstärke oftmals die zugelassene Gesamthöhe überschritten wird. Als Indiz für den Einsatz von Tunern und Boostern wird daher aktuell das Überschreiten der zulässigen Belaghöhe angesehen. Nach den Internationale Tischtennisregeln A darf die Gesamtdicke einschließlich Klebstoff höchstens 4 mm betragen. Natürlich haben nun viele Spieler im Vorfeld experimentiert und werden trotz Tunenes kaum auffallen. Denn kommt man mit maximaler Schwammstärke und Tunenes in den Grenzbereich, so kann man ja auch einen etwas dünneren Schwamm wählen und hat dann keine Probleme mehr. Dies hat einen faden Beigeschmack! Hier ist die Materialkommission zum Nachbessern aufgerufen.

Test von Belag-Unebenheit

Messung von Belag-Unebenheiten bei der Tischtennis-WMDen meisten Spielern und noch weniger den Fans ist wohl bekannt, dass auch die Unebenheit des Belags kontrolliert wird. Denn durch das uneinheitliche Auftragen von Klebern kann es zu einer Bergundtalbahn des Belags kommen. Damit hat der Belag dann eine andere Eigenschaft und verhält sich im Spiel unberechenbar. Beim Einsatz von modernen wasserlöslichen Klebern ist jedoch kaum zu erwarten, dass bei diesem Test ein Schläger durchfällt. Auch wird man im Profisport kaum die “Talente” finden, die ihren Belag nur am Rand befestigen und in der Schlägermitte keinen Kleber verwenden.

Test von Belag-Blendeffekt

Messung von Belag-Blendeffekt bei der Tischtennis-WMEbenfalls der Test des Belag-Blendeffekts dürfte den wenigsten am Tischttennissport Interessierten bekannt sein. Denn die Beläge sind von Grund auf in der Regel matt ausgelegt. Wenn nun also ein Schläger zu stark glänzt und damit den Gegner blendet, so wird er von der Materialprüfungskommission aus dem Verkehr gezogen. Damit ist also nicht zu erwarten, dass ein Spieler das Scheinwerferlicht als Waffe gegen seinen Gegner einsetzen kann. Und sollte der Belag wirklich einmal glänzen, so ist dies ein Indiz für die Nachbehandlung des Schlägers. Und dies ist nach den Regularien der ITTF nicht erlaubt.

Kritische Betrachtung zum Thema Frischkleben im Tischtennis

Eine kritische Betrachtung zum Thema Frischkleben im Tischtennis findet ihr bei www.sportblog.cc; hier wird die sukzessive Einführung und das Testverfahren hinterfragt.

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Frischkleben

Technik und Wirkung

Frischkleben war bis zur Saison 2007/2008 weit verbreitet. Mit speziellen Klebern wurden die Beläge meist in mehreren Schichten bestrichen. Nach nur kurzem Antrocknen wurde der Belag “frisch” (noch fast nass) kurz vor dem Spiel geklebt. Dabei dringen die leicht flüchtigen Lösungsmittel in den Schwamm und die Gummi des Belags ein. Der Belag “quillt” etwas auf und wird dadurch elastischer bzw. griffiger. Damit konnte insbesondere beim Topspin mehr Rotation und Tempo erreicht werden. Dies wurde durch das “Schwimmen” des Belags auf dem Holz noch zusätzlich verstärkt.

Da die Lösungsmittel leicht flüchtig waren, hielt dieser Effekt meist nur kurze Zeit an, so dass in einem Turnierverlauf mehrfach neu geklebt werden musste. Dies ging zu Lasten der Haltbarkeit von Belag und auch Schlägerholz. Durch das Lackieren des Holzes wurde die Haltbarkeit sowie die Dauer des Frischklebeeffektes verlängert.

Das Frischkleben ist durch das Klick-Geräusch gekennzeichnet. Dabei spielte auch das Geräusch eine nicht zu unterschätzende psychologische Wirkung auf die Spieler. Messungen haben ergeben, dass durch das Frischkleben ein 1,3mm dicker Belag einem Belag mit 2,1 mm gleich zu setzen war. Die Ballrotation wurde um ca. 10 % erhöht und die Geschwindigkeit um ca. 5 %.

Nachteile

Das mehr an Tempo und Rotation wurde jedoch durch eine schlechtere Ballsicherheit erkauft. Gerade bei langsamen Bällen und der Aufschlagannahme machten die Spieler teilweise leichte Fehler. Nachdem sich die Lösungsmittel nach und nach verflüchtigten hatte der Schläger teilweise unterschiedliche Spieleigenschaften. Hatte man sich verklebt – d.h. zuviel Kleber benutzt – so war das Spielgerät manchmal kaum mehr spielbar. Es gehörte also viel Übung dazu die richtige Klebemenge und den richtigen Zeitpunkt zum Neukleben zu finden.

Die schlechtere Haltbarkeit von Belägen und Holz führte zu deutlich höheren Kosten. Zudem waren insbesondere die gesundheitlichen Schädigungen durch den regelmäßigen Gebrauch von lösungsmittelhaltigen Klebern der ausschlaggebende Grund zum Verbot durch die ITTF. Themen wie Klebstoff-Schnüffeln (Suchtpotential) sowie häufiger Haut- und Lungenkontakt waren durchaus wichtig bei dieser Entscheidung.

Geschichte

Erwartungsgemäß hat das Frischkleben im Freizeitsport keine Rolle gespielt. Im Vereins- und Profisport war diese Methode jedoch um so beliebter. Als “Erfinder” wird der ungarische Ex-Weltmeister Tibor Klampár angesehen. Dieser versuchte seine Entdeckung geheim zu halten und wurde erst Ende der 70er Jahre dabei erwischt, dass er seine Beläge auf der Toilette neu aufgeklebt hat. Dabei verwendete er Reifenkleber für Fahrad- und Autoreifen, die besonders viel Lösungsmittel enthalten. Nach der Entdeckung setzte sich das Frischkleben in Europa schnell durch.

Die Schlagtechnik wurde von den Spielern umgestellt. So konnte die Länge der Schlagbewegung stark verkürzt werden und der Handgelenkeinsatz erhielt eine noch größere Bedeutung als zuvor. Das Spieltempo wurde durch den verbesserten Topspin enorm erhöht. Eröffnungstopspinschläge führten immer öfter zum direkten Punktgewinn. Spieltechnik und Taktik traten gegenüber der Athletik in den Hintergrund und prägten den Begriff vom „Powertischtennis“.

In der 80er Jahren kamen Lösungsmittel wie Trichlorethylen, Benzol und andere aromatische Kohlenwasserstoffe zum Einsatz. Diese wurden wegen ihrer schädlichen Wirkung verboten und die Industrie brachte eigene Kleber auf den Markt. Es gab aber auch Spieler, die die neuen Kleber mit Benzin vermischten, um den Lösungsmittelanteil und damit den Frischklebeeffekt zu erhöhen.

Durch das Frischkleben und die Shakehand-Schlägerhaltung konnte von 1989 bis 1993 die schwedische Herren-Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften Siege erringen und die asiatische Dominanz durchbrechen. Da die damals benutzten chinesischen Beläge für das Frischkleben nicht geeignet waren, dauerte es etwas bis die Chinesen durch Materialumstellungen und Anpassungen bei der Schlaghand die Europäer wieder übertrumpfen konnten.

Vom Ende der 1980er-Jahre bis Mitte des Jahres 2008 klebten fast alle Weltklasse-Tischtennisangriffspieler. Selbst chinesische Defensivspieler klebten zumindest ihre Schläger-Vorhandseite, auf der sie Offensivbeläge mit Noppen innen spielten. Auch in den unteren Klassen und bei Jugendlichen wurde das Kleben für Angriffsspieler zum Normalfall.

Durch das Frischkleben im Kinder und Jugendsport hatte der Tischtennissport einen schlechten Ruf. 1993 wurde ein Verbot durchgesetzt, jedoch wegen schlechter Kontrollierbarkeit wieder verworfen. Es wurden aber aromatische Lösungsmittel verboten und das Kleben nur noch in eigenes vorgesehenen Räumen zugelassen. Die Kontrolle blieb jedoch im Breitensport ein ungelöstes Problem.

Die ITTF betrachtete das Frischkleben hinsichtlich gesundheitlicher Folgen immer mehr als Imageproblem. Auch führten höheres Tempo und Rotation zu immer kürzeren Ballwechseln, so dass Zuschauer kaum noch folgen konnten und die Fernsehvermarktung einschränkten. Es wurde daher 2006 das Frischkleben in Räumen verboten, ehe es zum 01.09.2008 gänzlich verboten wurde. Die Belagindustrie regierte schon vorher mit Belägen mit eingebauten Frischklebe-Effekt (z.B. Tensorbeläge der Firma ESN aus Hofheim (Kreis tischtennis/landkreis-hassberge/”title=”Hassberge” >Hassberge/Bezirk Unterfranken)).

Nach dem Verbot des Frischklebens sind jedoch viele Spitzensportler auf das Tuning umgestiegen. Hier wird der Belag mit einem Tuner behandelt und später mit einem lösungsmittelfreien Kleber auf das Schlägerholz geklebt. Dabei hat der Spieler einen ähnlichen Klang sowie Spielgefühl wie früher. Der Tuningeffekt hält mit zwei bis vier Wochen jedoch erheblich länger an als der Frischklebeeffekt. Da in einigen Tuningprodukten gesundheitsschädliche Substanzen gefunden wurden, wurde auch dieses Verfahren von der ITTF im Jahr 2008 verboten. Da es sich aber kaum nachweisen lässt, wird es munter weiter eingesetzt.

Eine Verlangsamung des Spiels ist jedoch nicht zu erwarten. Denn auch ohne Frischkleben und Tuning wird von der Industrie immer schnelleres Material angeboten und die Schlagtechnik wird ständig weiter entwickelt.

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Frischklebeverbot – Messgerät für die Belagstärke

Wie schon in einigen Artikeln (Frischklebeverbot – Betrachtungen von Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig, Frischklebeverbot – Manipulationen zur neuen Saison?) beschrieben, gibt es große Probleme bei der Kontrolle des Frischklebeverbots. Nachdem das enez-Testgerät zumindest im Profibereich viele Sportler vom Frischkleben abgehalten hat, so sind wohl viele Spitzensportler dazu übergegangen den Belag zu tunen. Entsprechende Verdachtsäußerungen wurden bei den Europameisterschaften 2008 vom deutschen Bundestrainer bereits klar formuliert.

Messgerät für die Belagstärke eines TischtennisbelagsNeben den früher von den Tischtennisfirmen angebotenen Mitteln, haben sich leider auch Grillanzünder sowie Lampenöl als Tuner herausgestellt. Da diese geruchlos (sehr geringer Gasdruck) sind, hat der Schiedsrichter hier auch mit dem enez-Testgerät keine Chance die Manipulation aufzudecken. Bis zur Entwicklung besserer Gasdruck-Messgeräte versucht die ITTF nun mit der Messung der Belagdicke den Betrügern auf die Schliche zu kommen. Und zwar geht man davon aus, dass sich getunte Beläge vollsaugen und damit dicker werden.

Messlupe von TSP - Messgerät für die Belagstärke eines TischtennisbelagsÜberschreitet ein Belag somit die maximale Dicke von 4,0 mm, so ist dies ein Indiz für die Manipulation. Der Spieler erhält die Möglichkeit auf einen Ersatzschläger zurück zu greifen. Peinlich wird es nur wie im Fall Crisan, wenn der Spieler dann trotzdem mit dem “manipulierten” Schläger antritt und dies nach dem Spiel festgestellt wird. Zieht dann der Verlierer in die nächste Runde ein, so ist dies für den Zuschauer nicht mehr nachvollziehbar.

Hört man Expertenmeinungen, so muss man deutlich mehr Geld investieren, um verlässliche Messgeräte zu erhalten, mit denen ggf. auch Tuner nachgewiesen werden können. Da kommt man schnell an Kosten im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Nur kann sich diese Messgeräte wohl selbst die ITTF kaum leisten können.

Hier ist die Materialkommission der ITTF in einem Dilemma! Man hat den Auftrag das Frischkleben und Tunen zu kontrollieren und den Missbrauch nachzuweisen. Nur verlässliche Geräte gibt es hierzu nicht. Mit dem Messgerät für die Bestimmung der Belagdicke kann man aktuell nur einen Manipulationsverdacht hegen und den betroffenen Schläger aus dem Spielbetrieb nehmen. Das Verbot von Grillanzündern und Lampenöl kann die ITTF dauerhaft nicht durchsetzen. Solange den Spielern keine Strafen drohen und ein Ersatzschläger benutzt werden kann, so werden die Profis ihr Tuning soweit perfektionieren, dass ein Fehlgriff wie bei Adrian Crisan kaum noch zu erwarten ist. Und wie üblich, werden sich ambitionierte “Hobbysportler” das ganze abschauen. Nur hat dies noch mit sauberen Sport zu tun?

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Frischklebeverbot – Betrachtungen von Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig

Anlässlich der Europameisterschaften 2008 in St. Petersburg wurde Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig unter anderem zur Einhaltung des Frischklebeverbots befragt. Hierzu war in Ausgabe 11/08 der Zeitschrift Tischtennis zu lesen, dass es im Kontrollverfahren zum Frischklebeverbot große Schwierigkeiten gegeben habe. So könne das von der ITTF anerkannte enez-Testgerät nur Frischkleber nachweisen. Das Tuning der Beläge wurde zwar beobachtet. Eine wirkungsvolle Kontrolle gebe es jedoch nicht. Bei den Europameisterschaften konnte lediglich die Schwammstärke als Indiz für eine Manipulation herangezogen werden.

Aus Sicht von Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig gehört es jedoch zum Fairplay, dass nicht manipuliert werde. Gerade das Kontrollverfahren und die Konsequenzen der Manipulation müssten verschärft werden. Er bezweifelte jedoch, dass trotz Weiterentwicklung der Prüfgeräte ein wirkungsvolles Verfahren erreicht werden kann.

Schimmelpfennig unterbreitete den Vorschlag, dass Beläge nach dem letzten Einsatz untersucht werden könnten. In einem Labor solle der Belag dann mit unbehandelten Belägen verglichen werden. Bei einem positiven Test müssten dann empfindliche Geldstrafen und Sperren folgen sowie die Siegerlisten bereinigt werden.

Diese für den Spitzensport sicherlich praktikable Lösung hat jedoch noch Lücken, die weiter bedacht werden sollten. Denn warum soll der Belag nur nach dem letzten Einsatz kontrolliert werden? Da kommen doch die Sportler auf die Idee, dass bis zum Finale getunt werden kann, ohne dass einem etwas passiert! Und was ist, wenn ein Spieler in mehreren Konkurrenzen antritt. Werden dann Timo Boll & Co nach dem Gewinn des Mannschaftsgoldes die Beläge genommen, so dass man sich dann mit neuem Material anfreunden muss? Dies würde doch auch zu ungleichen Verhältnissen führen. Um die Überlegungen des Sportdirektors weiterzuführen, wird man sich da wohl eher eine Kennzeichnungsmöglichkeit von Belägen überlegen müssen (z.B. Stempel, Verfärbung des Belags in Nähe des Griffs, etc.), so dass ein Spieler das Turnier “sauber” zu Ende spielen kann.

Das Material-Komitee der ITTF überlegt aktuell den Griff zum Ersatzschläger zu untersagen. So könnte der Test nach dem Spiel erfolgen. Wird der Schläger positiv getestet, so gibt es keine zweite Chance und das Spiel wurde verloren. Doch hat die ITTF an die Außenwirkung gedacht? Was ist von einer Sportart zu halten, bei der der Sieger des Spiels nach dem letzten Ballwechsel durch ein Prüfverfahren ermittelt wird? Sicherlich steigert dies die mediale Spannung. Doch wollen wir unseren Sport wirklich so präsentieren?

Bei den ganzen Überlegungen kommt jedoch der Breitensport zu kurz! Denn auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene dürfte es kaum durchsetzbar sein, dass Beläge zur Kontrolle an ein Labor geschickt werden. Die Belagindustrie würde sich darüber sicherlich freuen. Doch mit diesem Schritt würden unserem Sport kaum mehr Sportler für einen geregelten Sportbetrieb übrig bleiben.

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Frischklebeverbot – Manipulationen zur neuen Saison?

In der Ausgabe 10/08 der Zeitschrift Tischtennis ist zu lesen, dass  durch das Frischklebeverbot “eine neue Zeitrechnung begonnen hat” und “der Start in die Ära ohne Frischkleben, Tunen und Boostern reibungslos verlaufen ist”.  Doch ist dem wirklich so? Die Verbände sind der Auffassung, dass die große Mehrheit aller aktiven Tischtennissportler sich an die neuen Bestimmungen hält.

DTTL - Deutsche Tischtennis Liga

DTTL - Deutsche Tischtennis Liga

Doch die Realität sieht wohl anders aus. Im Spitzensport wird jetzt wohl nicht mehr frischgeklebt. Dafür finden wohl Tuner und Booster Anwendung. So schätzt Jörg Roßkopf (Honorartrainer des DTTB und ehemaliger Weltklassespieler), dass ca. 60 bis 70 Prozent der Bundesligaprofis ihren Tischtennisschläger tunen. Und Werner Schlager (Weltmeister aus dem Jahr 2003) meint, dass dies doch eher 80 bis 90 Prozent der Profis tun. Die meisten Spitzenspieler manipulieren und keiner wagt damit aufzuhören, da er ja dann seine Spiele verlieren könnte und damit sein Arbeitsplatz gefährdet ist.

enez-Testgerät

enez-Testgerät

Auch die Kontrolle mit dem von der ITTF anerkannten enez-Testgerät hält aktuell niemanden auf, Manipulation zu betreiben. Denn was passiert, wenn man zufällig getestet und erwischt wird? Man zieht seinen sauberen Schläger aus der Tasche und darf sein Spiel bestreiten. Auch wenn die ITTF zusammen mit der enez-Firma an einer verfeinerten Messtechnik arbeitet, so sind die Sportler wie im Doping anderer Sportarten meist einen Schritt voraus.

Die o.g. Zahlen bei den Profis sind alarmierend für unseren Sport. Denn wenn die Vorbilder ihre Schläger manipulieren, warum sollten dies dann die Amateure nicht auch können? Als Indiz für die weitere Manipulation von Tischtennisschlägern ist wohl auch die Tatsache, dass von den Tischtennishändlern in der Mehrzahl Beläge mit 2,0 oder 2,1 Millimeter Schwammstärke zur neuen Saison verkauft wurden. Denn Spieler, die dem Frischkleben “verfallen” waren, hätten ja eigentlich auf die maximale Schwammstärke ausweichen müssen, um den Nachteil des Frischklebeverbots auszugleichen.

Wunderblitz - der Tuner der Zukunft?

Es ist fadenscheinig anzunehmen, dass Frischkleber, Tuner und Booster irgendwann auslaufen, da sie ja nicht mehr hergestellt werden. Denn solange es Fahrräder gibt, wird es weiterhin einen Kleber für die Schläuche geben. Und mit Grillanzünder und Lampenöl (Paraffin) lässt sich mit niedrigem Gasdruck (aktuell mit dem enez-Testgerät nicht nachweisbar) bestens tunen. Und auch hier werden die Bezugsquellen wohl dauerhaft bestehen bleiben. Und der große Clou für die Sportler: Für 2 € erhält man einen Liter Grillanzünder, der “ewig” hält und schlägt der Tischtennisherstellern ein Schnippchen.

Aus meiner Sicht ist das Frischklebeverbot eine richtige Überlegung, die wichtig für einen sauberen Tischtennissport ist. Nur die Umsetzung und Einhaltung ist aktuell nicht gewährleistet. Denn solange man auf Kreis- und Bezirksebene keine Kontrollen zu fürchten hat, so wird munter weiter manipuliert.

Am einfachsten wäre es, wenn es Beläge gäbe, die sich auflösen, zersetzen oder sich farblich verändern, wenn manipuliert wird. Daran müssten auch die Hersteller ein Interesse haben, da dann anfangs der Absatz sprunghaft steigen würde.

Nur wenn nicht schnell eine Lösung gefunden wird, so steht unsere Sportart am Scheideweg! Quo vadis Tischtennis?

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Umsetzung des Verbots von Tunern und Boostern sowie des Frischklebeverbots (Kleberegelung) durch ITTF und DTTB

Es ist ja hinreichend bekannt, dass das Frischkleben sowie die Verwendung von Tunern und Boostern verboten wurden. Bei den Olympischen Spielen hat das Materialkomitee der ITTF dies nochmals ausdrücklich bekräftigt und fordert die Mitgliedsverbände zur Einhaltung dieser Regelgung auf.

So werden beim DTTB Kontrollen auf schädliche flüchtige Lösungsmittel mit dem von der ITTF anerkannten enez-Testgerät durchgeführt. Neben den Lösungsmitteltests werden auch Messungen der Belagdicke vorgenommen. Dabei dürfen die Beläge maximal 4,0 mm dick sein.

Kontrollen sollen vor den Spielen durchgeführt werden, so dass der Schläger noch einmal gewechselt werden kann, sofern er diese nicht passiert. Kontrollen nach den Spielen gibt es in der Regel nur, wenn konkrete Verdachtsmomente vorliegen. Ein Positivtest würde dann zum Verlust dieses einen Spieles führen. Gleiches gilt bei einem positiven Test vor dem Spiel, wenn der betroffene Spieler sich weigert, den Schläger zu wechseln oder der Ersatzschläger ebenfalls positiv getestet wird.

Grundsätze für die Klebekontrollen:

  • Die Kontrollen werden stichprobenartig durchgeführt.
  • Die Auswahl der zu testenden Schläger nach dem Zufallsprinzip erfolgt durch den Oberschiedsrichter/eingesetzten Kontrolleur.
  • Die Kontrollen finden ausnahmslos im jeweiligen Spielraum (der Box), möglichst vor dem Einspielen, statt.
  • Der betroffene Spieler muss den Test verfolgen.
  • Ein negativ getesteter Schläger bleibt auf dem Spieltisch liegen, damit er nicht ausgewechselt werden kann.
  • Ein positiv getesteter Schläger wird nicht konfisziert, er verbleibt beim Spieler bzw. muss ausgewechselt werden. (Das ist nur einmal möglich; der Reserveschläger wird auch getestet.)

Ist bei einem Mannschaftsspiel kein Kontrolleur anwesend und es wird ein Verstoß gegen die Kleberegelungen feststellt, sollte der Mannschaftsführer einen Protest auf dem Spielberichtsbogen vermerken. Der Spielleiter muss sich dann damit beschäftigen und könnte zu einem der nächsten Spiele einen Kontrolleur entsenden.

Das DTTB-Klebeverbot in umschlossenen Räumen endet am 31.08.2008, da gesundheitsschädliche Kleber zukünftig nicht mehr verwendet werden dürfen. Weiterhin – für viele Spieler nicht nachvollziehbar – ist das Kleben mit Flüssigklebern (ohne schädliche flüchtige Lösungsmittel) ausschließlich in dafür eingerichteten Kleberäumen zulässig. Flüssigkleber dürfen nirgendwo sonst in der Austragungsstätte verwendet werden. Hierzu gehört das gesamte Spielgebäude sowie das Gelände, auf dem das Gebäude steht, einschließlich Eingangsbereich, Parkplatz und ähnliche Einrichtungen!

Wird ein Spieler beim Kleben mit Flüssigklebern (ohne schädliche flüchtige Lösungsmittel) außerhalb des ausgewiesenen Kleberaumes erwischt, so erteilt ihm der Oberschiedsrichter eine förmliche Verwarnung. Im Wiederholungsfall kann der Oberschiedsrichter Disziplinarmaßnahmen anordnen (ITTF-Regel B 3.1.2.12).

Zum Kleben der Beläge sind folgende Punkte zu beachten:

  • Es liegt in der Verantwortlichkeit jedes Spielers zu gewährleisten, dass Schlägerbeläge mit Klebstoffen auf dem Schlägerblatt befestigt werden, die keine schädlichen flüchtigen Lösungsmittel enthalten.
  • Lüften Sie Ihren neuen Belag außerhalb der Plastikumhüllung mindestens 72 Stunden, bevor Sie ihn kleben.
  • Verwenden Sie nur Kleber auf Wasserbasis oder Klebefolien (PSA). Führen Sie nach Möglichkeit stets einen Reserveschläger mit sich.
  • Das Belagmaterial sollte so verwendet werden, wie es von der ITTF genehmigt wurde, d.h. ohne irgendeine physikalische, chemische oder sonstige Behandlung, welche die Spieleigenschaften, Reibung, Aussehen, Farbe, Struktur, Oberfläche usw. verändert
  • Dies bedeutet, dass für Tuner und Booster ein absolutes Verbot besteht. Auch wenn sich in manchen Foren viele Spieler sicher fühlen, dass dies nicht nachgewiesen werden kann, so ist sich die ITTF sicher auch diese Manipulationen mit den Testgeräten der neuesten Generation erkennen zu können. Und zudem: Denken Sie an Ihre Gesundheit!

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Test von Schlägern auf schädliche, flüchtige Lösungsmittel ab der Spielzeit 2008/2009

Der Vorstand Sport des Bayerischen Tischtennis-Verbandes teilt auf der Internetseite des Verbands zum Thema „Tests von Schlägern mit lösungsmittelhaltigen Stoffen“ folgendes mit:

  1. Ab der Saison 2008/09 werden in allen Ligen auf Verbandsebene stichprobenartig Tests durchgeführt. Aus allen Spielen der Bayern- und Landesligen werden eine entsprechende Anzahl von Spielen gezogen, bei denen Tests unangemeldet durchgeführt werden.
  2. Die Tests erfolgen gemäß der Handlungsrichtlinie Klebekontrollen des DTTB vom 23.10.2007, d.h.:
    • Kontrollen finden normalerweise vor dem jeweiligen Einzel oder Doppel statt (mehrfach während eines Mannschaftskampfes); bei positivem Befund einmalige Möglichkeit des Schlägerwechsels (der dann stets ebenfalls getestet wird).
    • Weigert sich ein Spieler, den Schläger zu wechseln, so ist das einzelne Spiel als verloren zu werten.
    • Kontrollen nach dem Einzel / Doppel nur in begründeten Verdachtsmomenten nach Entscheidung des Oberschiedsrichters, bei positivem Befund Verlust dieses einen Spiels
  3. Die Tests werden nur von qualifizierten und bereits ausgesuchten Nationalen und Internationalen Schiedsrichtern (“BTTV-Tester”) vorgenommen und nicht von dem bereits vor Ort eingesetzten Oberschiedsrichter.
  4. Getestet wird nur mit Geräten, die der jeweilige BTTV-Tester mit vor Ort bringt. Von Vereinen bereitgestellte Testgeräte werden nicht akzeptiert. Ebenso werden die eingesetzten OSR keine Tests durchführen – auch wenn ein Verein ein eigenes Testgerät besitzt.
  5. Der BTTV-Tester unterstützt den OSR auch bei der Untersuchung der weiteren Belageigenschaften gemäß Internationale TT-Regeln A 4, insbesondere der Belagdicke.
  6. Die Kosten für den Einsatz der BTTV-Tester müssen nicht vom Heimverein übernommen werden.

Gunther Czepera
Vizepräsident Sport des
Bayerischen Tischtennis-Verbandes

Anmerkung: Nähere Infos zu diesem Thema finden sich auch beim DTTB unter Stichpunkt Erklärung des DTTB zum Themenkomplex “Kleberegelung”.

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